Links zu "Computerspiele und Gewalt" etc.

 
  • Game Studies: Archiv für Studien über Spiele im Allgemeinen
     
  • Pressespiegel bei www.counter-strike.de zum Thema Computerspiele und Gewalt etc.
     
  • US-Studie "Creative Player Actions in FPS Online Video Games", Fazit: Die Vorurteile gegenüber Ego-Shootern als "geistlose Tätigkeit" resultieren aus einer Einstellung, die in Produktivität den höchsten Wert sieht. Das Spielen von Online-Ego-Shootern wie CounterStrike ist aufgrund der Community und der erforderlichen Kooperation untereinander aus soziologischer Sicht aber "zweifellos gut für die Spieler". CounterStrike baut wesentlich auf Vertrauen und Zusammenarbeit auf und fördert dadurch Gemeinschaft und Freundschaft.
     
  • Neue Studie der Universität Münster "Brutale Spiele, brutale Spieler?", Fazit: Spiele sind keine Ursache für Gewalt.
     
  • Polizei und Studie der Fachhochschule Münster verteidigen Computerspiele, Fazit der Polizei: Robert Steinhäusers Spiele waren nicht Grund für seinen Amoklauf; Fazit der Studie: siehe oben.
     
  • Studie "Computerspiele und Australier heute" im Auftrag der australischen Regierung: Der Text faßt ältere Studien zum Thema aus aller Welt zusammen und bewertet sie (praktisch alle Studien mit dem Ergebnis, daß Spiele Aggression fördern, sind äußerst mangelhaft durchgeführt und daher praktisch unbrauchbar). Außerdem wird auf weit über 100 Seiten über eine eigene Studie berichtet (die bisher größte zum Thema), die klar zu einem Ergebnis kommt: Nein, es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen Gewalt in Spielen und Gewaltbereitschaft in der Realität.

    Eine Zusammenfassung findet sich bei Telepolis. Zitat daraus: "So gebe es keine Hinweise darauf, dass Computerspiele aggressives Verhalten auslösen oder fördern, süchtig machen, das Familienleben oder die Schulleistung beeinträchtigen oder unerwünschte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen."
     
  • Studie "Wirkung virtueller Welten" der Fachhochschule Köln im Auftrag des Bundesforschungsministeriums, Ergebnis: nicht ganz eindeutig, es ging weniger um Aggression als um allgemeine Auswahl und Annahme von Spielen und ihren Inhalten; es läßt sich aber relativ klar sagen, daß die Spiele keine negativen Einflüsse (Aggressionsförderung, Annahme von falschen moralischen Vorstellungen) auf die spielenden Kinder haben.
     
  • Studie über den "typischen Spieler", Ergebnis: Vorteile, nach denen alle PC-Spieler unreife Jugendliche ohne Freunde sind, stimmen absolut nicht. Der typische Spiele-Freak ist zwischen 25 und 34 Jahre alt. Der "hardcore PC gamer" ist durchschnittlich 27 Jahre alt, 30 Prozent dieser Leute haben bereits Kinder.
     
  • Umfrage zum Anteil der Spieler an den PC-Nutzern (deutschsprachiger Raum), wohl nicht sehr repräsentativ, aber dennoch: 94 Prozent aller 14-19jährigen Computer-User nutzen danach PC- oder Konsolenspiele, 26,3 Prozent aller männlichen PC-User (alle Altersgruppen bis über 60!) nutzen die ach so gefährlichen Ego-Shooter.
     
  • Spiegel-Bericht: "CounterStrike" landet nicht auf dem Index: BPjS, "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" (bald umbenannt in BPjM, "...Medien"), lehnt den Antrag auf Indizierung des Spieles "CounterStrike" (CS) ab - nachdem man sich so intensiv mit dem Spiel befaßt hat wie nie zuvor und sogar Vertreter der CS-Community anhörte.
     
  • Interview mit einem Spiele-Forscher, Aussage: Erziehung und Bildung müssen gefördert bzw. verändert werden - Verbote bringen überhaupt nichts, die Spiele sind nicht die Schuldigen, die Politik macht es sich viel zu einfach.
     
  • Kommentar zur Diskussion in Politik und Medien, Aussage: Es geht den Medien (auch den öffentlich-rechtlichen!) um die Quote durch eine Hetzkampagne und der Politik nur um Profil im Wahlkampf, mit Vernunft oder gar aufgeklärter Demokratie hat das alles wenig zu tun.
     
  • Kommentar eines Journalisten zu Spiele-Verbots-Forderungen der Politik (Beckstein, Stoiber etc.) und Medien, Aussage: Politiker wie Beckstein und einige Medien sind auf dem Holzweg und machen sich verdammt unglaubwürdig und unbeliebt.
     
  • Statement von Sierra (vertreibt CS in Deutschland) mit Hinweis auf Studien-Ergebnis; Aussage: Sierra sieht sich und die Spiele-Branche allgemein zu Unrecht verurteilt, die Politik mache es sich zu einfach und beschuldige die Falschen.
     
  • Zitat aus "Spiegel Online" über Aussagen von Gerhard Schröder: "Zwar werde wohl niemals ein unmittelbarer wissenschaftlicher Beweis für einen direkten Zusammenhang von Taten wie in Erfurt und der Darstellung von Gewalt vorliegen. [Schröder:] "Aber ist das überhaupt notwendig?" Es dürfe nicht sein, dass junge Menschen heutzutage in den elektronischen Medien derart viel Gewalt unter dem Begriff "Unterhaltung" angeboten bekämen. Er denke, dies habe sehr wohl Einfluss auf die Seele eines Jugendlichen." Der absolut unerhörte Satz "Ist das überhaupt notwendig?" zeigt sehr gut den Umgang der Politik mit dem Thema: Man gibt sich gar nicht die Mühe, rationale Begründungen, empirische Fakten als Grundlage für Gesetze dienen zu lassen, alles basiert auf Vorurteilen und vorschnellen Schlußfolgerungen! Mit so einem Satz könnte man theoretisch jedes Gesetz durchbringen - schließlich ist eine Begründung "gar nicht notwendig"...
     
  • Beschlossene Novelle des Jugendschutzgesetzes, entscheidender Punkt: Mehr Kompetenzen für BPjS/M (darf Spiele auch ohne Antrag indizieren), Alterskennzeichnung bei Computerspielen wird bindend (wie bei Videos üblich). Teilweise sinnvoll, geht der CDU/CSU aber nicht weit genug.
     
  • Gutachten: die eigenwillige deutsche Praxis der Indizierung von Spielen (ein Verbot sowieso) verstößt gegen geltendes EU-Recht, Aussage: Indizierung behindert den freien EU-Binnenmarkt und ist damit rechtswidrig. Außerdem: Ein Verbot eines Mediums ist eine Zensur, und die gibt es ja laut Grundgesetz eigentlich nicht...
     
  • "Kinder brauchen Gewaltdarstellungen" (Florian Rötzer, 27.09.2002): In einem Expertengutachten für ein Gericht versuchen zahlreiche Wissenschaftler zu belegen, dass es wissenschaftlich keine Beweise für einen Kausalzusammenhang zwischen Gewalt in den Medien und in der Wirklichkeit gibt.

 

zusammengestellt von Walzi